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El Cuco Projekt in the radio!

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-netzkultur/audio-tierisch-el-cuco-projekt-auf-instagram-102.html


Foto: Julia Franken

Aus: https://m.pnn.de/kultur/festival-fuer-neues-figurentheater-in-potsdam-bevor-ein-ding-zerspringt/27749232.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fderef-gmx.net%2F eingesehen am 28.11.2021

Festival für neues Figurentheater in Potsdam – Bevor ein Ding zerspringt

Neues Figurentheater am Potsdamer T-Werk: Mit „Just before Falling“ feiert das zweite Radar-Festival einen vielversprechenden Auftakt. (…) Der verfremdet realistischen Welt auf der Bühne werden hyperrealistische Tierköpfe (Regie und Masken: Sonia Franken und Gonzalo Barahona) eingepflanzt. (…) „Just before Falling“ hat anrührende, fast sakrale Momente – die, in denen die Echse erstmals zum Mensch wird, gehört dazu. In solchen Momenten jagt das Stück einem Schauer der Erwartung über den Rücken, wie das sonst nur Mystery-Serien à la „Dark“ können: Was kommt als nächstes? Alles scheint möglich, alles fragil. (…) Und ästhetisch, tänzerisch, handwerklich betrachtet ist „Just before Falling“ eine kleine Offenbarung. So hat man die Welt am T-Werk noch nicht gesehen. Vielversprechender kann das zweite Radar-Festival eigentlich nicht beginnen.


Aus: http://textur-buero.de/kurz-vor-dem-fallen/ eingesehen am 28.11.2021

Kurz vor dem Fall(en)

Surreal begann und albtraumhaft endete der erste Abend des jungen Figurentheaterfestivals RADAR, das bis Samstag im T-Werk stattfindet. Denn verschiedene Chimären – Mischwesen zwischen Tier und Mensch – bevölkerten die „Just before Falling“- Aufführung des Kölner El Cuco Projekts. Und wer öfter sehr bildhaft träumt, weiß, wie kompliziert es ist, anderen davon zu erzählen. So ähnlich ergeht es einem mit dieser in ihren Abläufen rational kaum fassbaren Performance. (…) „Vor dem Fallen“ ist eine sogartige genreüberschreitende Inszenierung, die man nicht so schnell vergessen wird. Nicht nur wegen ihrer besonderen Ästhetik der faszinierenden Mensch-Tier-Mischwesen, die in der Bildenden Kunst bei Hieronymus Bosch oder auch beim Surrealisten Max Ernst beeindruckende Höhepunkte erreichten und auf das Unbewusste des Menschen zielen.


Aus: https://www.tanzweb.org/koeln-bonn/nachtkritiken-koeln-bonn/wtf-el-cuco-projekt-locken-den-zuschauer-in-eine-falle

WTF?!

El Cuco Projekt locken bei „tanz nrw 21“ den Zuschauer in eine Falle

von Rico Stehfest

Würde David Lynch mal zur Abwechslung einen optimistischen, hellen Film drehen wollen, bei Sonia Franken und Gonzalo Barahona könnte er sich jede Menge Ideen holen. „El cuco“ nennt sich ihr künstlerischer Zusammenschluss. Man hat also die Wahl: Kuckuck oder Narr. Beide Wortbedeutungen sind legitim. Hilft das weiter? Vielleicht. Als Teil der „tanz nrw 21“ zeigen die Künstler, wo die Grenzen von Tanz liegen und dass diese einfach keine Rolle spielen.

Was tun die beiden Performerinnen Carla Jordão und Jimin Seo hier? Schwer zu sagen. Da ist ein menschlicher Körper mit dem Kopf einer Echse. Die Handkamera kommt dieser „Echse“ ganz nah. Welch schöne Naturdoku. Aber bereits die Soundcollage lässt wissen: nicht nur halb Mensch, halb Tier. Auch halb Natur, halb Kunst. Oder so. Möglicherweise. Eventuell. Was erst noch „tierisch“ daherkommt, weicht einer Art experimenteller Konstellation, einer Versuchsanordnung, die sich mit den Assoziationsbereichen Physik und Schwerkraft ein „objektives“ Deckmäntelchen umhängt, das ganz klar Verwirrung stiften und ablenken soll. Wovon aber? Wie gibt man wieder, was diese Arbeit zeigt? Es ist ein Mensch oder ein menschlicher Körper mit dem Kopf einer Echse, der einen Wohnraum betritt. Die Blume, vielleicht selbstgepflückt, wird sorgsam in die blaue Vase auf der Kommode gegeben. Dann wird der Schirm ausgeschüttelt, in den Schirmständer gegeben und … alles ganz banal.

Nicht wirklich. Die zwei Wände, aus denen der Raum besteht, enden „abrupt“: Die an den Wänden hängenden Bilder sind zur Hälfte abgeschnitten, als wäre dieser „Raum“ irgendwann mal größer gewesen. Das ist im Prinzip schon alles. Und dann läuft das noch mal ab. Und noch mal. Und noch mal. Aber nicht in identischer Weise. Hier grüßt kein Murmeltier. Die Vase „kippt“ immer weiter von der Kommode, physikalisch unmöglich, vervielfacht, irreal. Und das ist nicht das einzige Detail, das sich, ganz klein, beständig verändert.

Es ist beeindruckend, wie ernst Ironie transportiert werden kann. Diese ganze Arbeit nimmt sich vordergründig so ernst, dass man fast übersehen könnte, wie sie dem Zuschauer eine lange Nase dreht. Der Zuschauer hat hier nichts zu sagen. Erwartungen werden permanent unterlaufen. Entsprechend wirkungsvoll fallen die immer wieder eingebauten, sehr langen Blacks aus. Das verstört aber nicht. Das scheint a-sinnig. Aber ist es absurd? Gar grotesk? Leer ist es nicht. Vielmehr extrem verdichtet. Ein bisschen, doch, ja, das darf gesagt werden: kafkaesk, so nüchtern erscheint dieses widermenschliche Universum, das den Menschen vorzuführen scheint. Des einen Alptraum, des anderen Wunschtraum. Hier zeigt sich eine künstlerische Offenheit den Träumen gegenüber, die wir nicht verstehen. Es ist eine Art Bereitschaft, zuzulassen, dass die Dinge keinen Sinn ergeben. Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Da es hier keine urteilende Instanz zu geben scheint, ist der Begriff des „Non-Sense“ illegitim. Wer hier ein Urteil fällt, hat dieses Spiel nicht begriffen.



Aus: https://www.choices.de/el-cuco-projekt-just-before-falling


Begegnung mit dem Anderen

06. Januar 2021

Das El Cuco Projekt zeigt das lauernde Tier in uns – Tanz in NRW 12/20

Allgegenwärtig sind die Klagen über die Pflicht des Maskentragens zu Corona-Zeiten, Sonia Franken kann darüber nur lachen. Sie zieht sich eine Maske über, die drei Kilo wiegt, und wenn sie diese nach 70 Minuten bewegungsintensivem Spiel auf der Bühne abnimmt, schmerzt ihr höllisch der Nacken. Gemeinsam mit dem chilenischen Künstler Gonzalo Barahona gründete die Kölner Choreografin 2014 das El Cuco Projekt. Der Name leitet sich von einem tierischen Monster ab, für das es keine Worte gibt. Will man den Kindern in Südamerika Angst machen, droht man ihnen mit El Cuco.

Sonia Franken ist zunächst gar nicht aufgefallen, dass sie mit dem Tierkopf wie ein „Human Animal“ aussieht. „Wir Menschen rechnen uns zunächst nicht zu den Tieren, aber mit dem Blick durch die Maske bekommt man eine andere Perspektive auf die Welt. Vor allem rückt der Mensch nun aus ihrem Zentrum“, erklärt sie.

Von Gonzalo Barahona werden die Masken mit hyperrealistischer Perfektion aus Silikon angefertigt und mit Ölfarben bemalt. In der letzten Tanzproduktion „Screaming Matters“ sah man Echsen, außerdem gibt es Köpfe von Katzen, Fledermäusen oder Vögeln. Letztere sind aufgrund der Federn besonders schwierig herzustellen. Beim Spiel mit den Masken ist nicht alleine das Gewicht eine Herausforderung, sondern es muss auch genau überlegt werden, wo die Sichtöffnungen für die Akteure angebracht werden.

Die Masken sind Maßanfertigungen, da jedes Gesicht in der Kinn- und Stirnpartie anders proportioniert ist. „Vor allem kommt es auf die Augen an. Wenn die stimmen, dann wird die Maske geglaubt“, erklärt Sonia Franken. Sie selbst schaut die Tiermaske vor dem Auftritt lange an, dann schließt sie die Augen, „und dann bin ich das Wesen, das ich angeschaut habe“, erklärt sie.

Gefühle sind unscharf

Wieder und wieder betrachten die beiden Künstler Tierfilme, in denen sie neben der äußeren Erscheinung auch die Bewegungsmuster der Tiere erforschen. „Man blickt anders auf den Körper, wenn jemand eine Maske trägt“, sagt Sonia Franken. Deshalb erzeugen diese Gestalten, die das El Cuco Projekt auf die Bühne bringt, auch eine so besondere Konzentration im Publikum. Jene Wesen, halb Tier, halb Mensch, scheinen unberechenbar zu sein. Etwas Unheimliches liegt in der Luft. Der Raum lädt sich mit Emotionen auf. Es geschieht genau das, was in der digitalen Technik nicht vorgesehen ist. „Die digitale Struktur besteht aus Einheiten, die in sich abgeschlossen sind. Es gibt keine Übergänge. Gefühle sind hingegen immer unscharf.“

Mit diesem Phänomen wird sich die neue Produktion „Just before Falling“ beschäftigen. Neben Vogel und Echse ist auch eine Fledermaus in die Choreografie eingebunden. Dass man die Fledermäuse als Träger des Covid19-Virus vermutete, ist für Franken und Barahona bedeutsam. Die große Kraft ihrer Arbeiten besteht im Blick auf das Andere, auf das, was sich nicht in zivilisatorisches Gleichmaß integrieren lässt. Sie konfrontieren uns mit dem Unberechenbaren und deshalb mit dem Leben selbst.

Just before Falling | Ch: Sonia Franken & Gonzalo Barahona | Termine nach Ankündigung | Barnes Crossing, Köln-Rodenkirchen | Foto Julia Franken  elcucoprojekt.com

THOMAS LINDEN

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BIRD | Puppet Slam (Deutschlandfunk)

 
 

BIRD | WDR Westart

BIRD Westart

Die Stadt als Leinwand. Streetart in NRW | 25.09.2017 | 29:59 Min. | Verfügbar bis 25.09.2018 | WDR


 
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